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Freitag, 8. April 2016

Kurioser Geburtseintrag von 1764

Bei meinem ersten Besuch in einer genealogischen Forschungsstelle der "Kirche Jesu Christi" (Mormonen) hatte ich mir das ev. Kirchenbuch von Gielow (Mecklenburg-Schwerin) bestellt. Neben einer Recherche zu den Cholera-Toten des Jahres 1850 interessierte ich mich für weitere direkte Vorfahren aus diesem Ort. Dabei stieß ich auf die Geburtsurkunde meines 4fach Urgroßvaters aus dem Jahre 1764, dessen Lebensdaten mir schon bekannt waren. Ich hoffte aber durch die Geburtsurkunde Hinweise zu seinen Eltern zu bekommen. Aber seht selbst.  

Geburten 1764 Gielow (Mecklenburg-Schwerin)

Es waren grundsätzlich nur die Väter und die Taufpaten  sowie Stand der Eltern eingetragen.
Geburt am: November 1764
Name des Getauften: Samuel Niclaus Pagels
Taufpaten: Samuel Nicl. Gütscho , Niclaus Gütscho, Sophia Gütscho
Vater des Kindes: Jochim Pagels (also mein 5fach Urgroßvater)
Stand des Eltern: Vollhüfner

Von der Mutter des Kindes keine Spur! Einen indirekten Hinweis könnten die Taufpaten geben. Demnach könnte die Mutter aus der Familie Gütscho(w) stammen. Aber das ist nur Spekulation.In der Volkszählung von 1819 fand ich im Haushalt von Samuel Pagels eine Witwe Maria Gütschow geb. 24. 12. 1731, Sie könnte demnach, die nicht in der Geburtsurkunde aufgeführte Mutter sein.

Sonntag, 4. August 2013

Silberhochzeit der Urgroßeltern

Vor einiger Zeit erhielt ich ein Foto der Silberhochzeit meiner Urgroßeltern Johann und Anna Pagels aus Gielow (Mecklenburg/Schwerin):

Silberhochzeit Erbpächter Johann und Anna Pagels 8. Juni 1913

v.l. Robert Schütt (Lehrer in Parchim) + Verlobte Anny Pagels, Wilhelm Pagels, Friedrich (Fritz) Pagels, Paul Pagels, Hedwig Pagels + Verlobter Johannes Brüsehaber (Lehrer in Rühn bei Bützow).
vorne: zwischen dem Brautpaar - Hans Pagels

Robert Schütt: *1890 Krakow, ⚔ 14.5.1915 Westfront

Anny Pagels: *1893, † ?, verheiratet mit Friedrich Wilhelm Schultz, Lehrer in Tressow (bis 1945), später in Holtdorf (SH),

Wilhelm Pagels: *1889, †?, verheiratet mit Grete Cosel, Erbpächter in Gielow

Friedrich (Fritz) Pagels: *1891, †?, verheiratet mit Liesbeth Bull, Erbpächter in Finkenthal

Paul Pagels: *1890, ⚔ 1915 bei Dolina / Karpaten

Hedwig Pagels: *1896, † 1975, verheiratet mit Johannes Brüsehaber, später Lehrer in Gielow von 1917 bis 1956

Hans Pagels: *1900, ⚔ 1945, Erbpächter in Rosenow, verheiratet mit Ella Gäth, er ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berlin - Spandau, In den Kisseln.
Endgrablage: Block 114 Reihe 19 Grab 26

Fotograf: Otto Kammann Malchin (*12. November 1869 in Warnemünde / †14. Dez. 1932 in Malchin)

Freitag, 14. Dezember 2012

Gefallen im 1. Weltkrieg - P. Pagels

Bezugnehmend auf den Beitrag über das Kriegerdenkmal meines Heimatortes Gielow in Mecklenburg möchte ich einige der dort Genannten dem Vergessen entreißen. In diesem Falle ist es mein Großonkel, der Bruder meiner Großmutter mütterlicherseits: Paul Pagels

Geboren wurde er - Paul Friedrich Ludwig Pagels - am 9. Mai 1890 in Gielow als Sohn des Johann Friedrich Martin Pagels (Erbpächter) und seiner Frau Anna Friederike Dorothea Henriette Brinkmann.
Er fiel im 1. Weltkrieg am 27. Mai 1915 bei Dolina / Galizien als Leutnant der Reserve im Reserve Infanterie Regiment 224 (so der Eintrag im Kirchenbuch).

In der Verlustliste 8077 vom 10. August 1915 taucht sein Name erstmals unter den Vermissten auf.  (Quelle: Verlustlisten des 1. Welkrieges des Vereins für Computergenealogie)
Leutnant der Reserve Paul Pagels vermisst

Eine Gefallenenmeldung fand ich weder in der oben angeführeten Quelle noch bei den Verlustlisten von Ancestry. Der Todeseintrag im Kirchenbuch erfolgte auch erst Mitte 1916.

Über die damaligen verlustreichen Kämpfe an der Ostfront kann man im Heeresbericht nachlesen.

Unteroffizier P. Pagels (hinten rechts)

P. Pagels (ganz hinten in der Mitte)
Diese Bild zeigt P. Pagels ca. Anfang 1915 auf dem Truppenübungsplatz Elsenborn (das Lager war von 1914 bis 1918 ein Ausbildungszentrum) im Kreise seiner Kameraden. Aus dem Absender geht hervor, dass er an einem "Offizieraspiranten Kursus" teilnimmt.
Text der Karte:
"Liebe Eltern!
Umseitig ein Foto von dem Einzuge des Mecklenburger Grenadiers in Elsenborn.
Hoffentlich habt Ihr erste Karte erhalten. Nochmals Mama die herzlichsten Glückwünsche sowie Euch allen herzlichste Grüße Euer Paul"

Nach Abschluss dieses Kurses in Elsenborn ist er als Leutnant der Reserve an die Ostfront versetzt worden.

Hier noch zwei weitere zeitgenössische Bildpostkarten von Elsenborn:
Truppenübungsplatz Elsenborn

Truppenübungsplatz Elsenborn
Und wie auch heute noch, gab es auch damals für solche Plätze "Soldatenweisheiten". Hier ein Beispiel:
"Gott schickte uns in seinem Zorn zur Entfettungskur nach Elsenborn!!!"